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Ausbildung

Die sozialpädagogisch orientierte Berufsausbildung zum Anlagenmechaniker Sanitär-Heizung-Klimatechnik soll Einsichten vermitteln und Fähigkeiten einüben, die für ein (Über)Leben in der beruflichen und persönlichen Lebensplanung nötig sind und die sich durch Beratung und in „Trockenkursen“ allein nicht erwerben lassen. Im Mittelpunkt unserer Arbeit mit den Jugendlichen steht oft eine mühevolle Versöhnungsleistung, die Bildung trotz vorangegangener schlechter Erfahrungen persönlich attraktiv erscheinen lassen kann und es damit ermöglicht, einen höheren Bildungs-Selbstwert zu erreichen.

Erfahrungsgemäß können dann in der späteren Lebensbiografie persönliche und soziale Benachteiligungen abgebaut und Chancen für befriedigende Lebenskonzepte entwickelt werden.

Je authentischer alle am Prozess beteiligten Kollegen agieren, desto größer ist üblicherweise der Erfolg. Auf dieser Grundlage werden notwendige Entwicklungsschritte der Jugendlichen von intensiver Beziehungsarbeit begleitet und die Überschaubarkeit des Projektes gleichzeitig zum pädagogischen Konzept. Wir können so auf eine entfremdete bürokratische Mentalität verzichten und unsere Energien unmittelbar in die Auseinandersetzung und in die pädagogischen Prozesse mit unseren Jugendlichen einbringen.

Wir führen diese Maßnahme im Rahmen der Jugendhilfe (§ 13 / 27 KJHG) bereits seit 1981 sehr erfolgreich durch und verfügen daher über viel Erfahrung sowie über geeignete Räume und Ausstattungen.

„Nichts ist kläglicher als Respekt, der auf Angst basiert.“ (Albert Camus)

Ziel unserer Arbeit ist es, in einem ganzheitlichen Ansatz besonders „schwierige“ junge Menschen aus der Jugendhilfe auf ihrem Bildungs- und Nachreifungsprozess zu begleiten, vorzubereiten oder zu Facharbeitern zu machen. Wir sehen uns dabei konfrontiert mit komplexen, verfestigten sozialen Lebenslagen, mit dem Ineinanderwirken ökonomischer, sozialer und psychischer Bedingungen.

Wir erleben die Austrocknung der Köpfe durch einen elektronischen Bildersturm, Zugriffe von Konsumwahn und organisiertem Zerstreuungsbetrieb bereits auf die Kinderwelt und gescheiterte Erziehungsmuster. Flächendeckend hofiiert die Attraktivität von Betäubungsmitteln die tatsächliche Realität.

Fehlende und falsche Initiationen entrücken Kinder frühzeitig in Erwachsenenwelten; Überforderung im Alltäglichen ist das Ergebnis. Delinquenz und Leistungsverweigerung wird dann zum Statussymbol. Um so wichtiger ist es, dass trotz dieser Realitäten Entwicklungsalternativen geschaffen werden, denn für uns erscheint es aus vielen Gründen lohnenwert, bei den Bemühungen um junge Menschen keinen „auf der Strecke liegen zu lassen“.

Wir stehen für eine zum Teil unkonventionelle Jugendarbeit und eine Ausbildung mit radikal sozialpädagogischer Orientierung.